Fashion Wear - die geballte Kraft der Mode

Die Eigendynamik im Fashionbereich

Rund um die Mode hat sich eine eigenständige Welt aufgebaut, in der Designer um Entwürfe ringen, Models sich die angesagte Figur anhungern, Modehäuser nach fähigem Nachwuchs und eigenen Linien suchen. In den Modeschulen machen sich Jungdesigner auf, neue Trends zu entwickeln. Da viele nicht das Privileg haben, in einem weltbekannten Modehaus zu arbeiten, ist Selbständigkeit das Ziel. Man geht zum Film, zum Theater oder macht ein eigenes Atelier auf.

vom Entwurf zur fertigen Fashion-Kleidung

Vfashionom kühnen Entwurf zur fertigen Kleidung in einer Boutique ist es ein langer Weg. Den Begriff "Prêt-à-porter-Mode" für das fertige Konfektionsprodukt, das nicht nur auf den Laufstegen der großen Modeschauen zu sehen ist, prägte Pierre Cardin. Alles, was als Handarbeitsergebnis auf dem Laufsteg erscheint, ist Haute Couture. Hinter den Bühnen der Modeschauen wird so manches mit Sicherheitsnadeln optimiert, denn jede Figur ist anders. Die meisten Kleidermodelle werden niemals Konfektionsware, weil sie zu extravagant sind. Modeschauen sollen neue Trends setzen bzw. alte beleben und neu interpretieren. Sie sind daher meist spektakulär. Die Promis sitzen in der ersten Reihe und begutachten die Kollektion, um einige Stücke zu erwerben. Zwar gibt es unter Models Idealmaße, aber nicht jedes Mannequin entspricht dem. Dem umstrittenen Magerwahn folgen wieder Rundungen. In den Katalogen der Kaufhäuser sind ohnehin keine Model-Ideale zu finden, denn hier dürfen auch ältere oder vollschlanke Modelle die Konfektionsware für Otto Normalverbraucher vorführen. Auf den Catwalks in Paris oder Mailand ist das allerdings tabu. Ob ein Modehaus auch Konfektionsware für große Ladenketten fertigt oder der Exklusivität seiner Modekollektionen mehr Vorrang erteilt, ist verschieden. Doch wenn selbst ein Karl Lagerfeld sich nicht scheut, Konfektionsware zu entwerfen, entheiligt es ein Modehaus wohl nicht mehr allzu sehr. Immerhin haben TV-Sendungen wie "Sex and the City" deutlich mehr Bewusstsein für gute Mode, Stilfragen und namhafte Designer geschaffen.

Würde man normale Bürger fragen, welche Modedesigner sie kennen, würden Namen wie Pierre Cardin, Karl Lagerfeld, Tom Ford, Manolo Blahnik oder Christian Dior, möglicherweise auch Azzedine Alaïa, Cristóbal Balenciaga oder Ermenegildo Zegna fallen. Doch als der begnadetster Modeschöpfer der Neuzeit gilt Hubert de Givenchy. So manche Moderevolution geht auf sein Konto. Seine Kreationen erwiesen sich als stilsicher und elegant. Ob Modedesigner ihre Profession von der Pike auf lernen oder als begnadete Außenseiter-Genies entdeckt und gefördert werden, ist verschieden. Modeschulen und Designwettbewerbe sind geeignet, um dem Nachwuchs auf die Finger zu schauen und potentielle Talente anzuwerben. Bekannt ist, dass viele weltbekannte Modedesigner dem anderen Ufer zugeneigt sind. In neuerer Zeit tummeln sich auch Frauen in den oberen Designetagen, aber doch recht selten. Die großen Modeimperien bleiben weitgehend den Männern überlassen. Namen wie Coco Chanel, Jil Sander oder Elsa Schlaparelli verdeutlichen aber, dass die Frauen auch einiges zu bieten haben. Sämtlichen gewagten, knallengen und unpraktischen Modeentwürfen erteilte Coco Chanel, Erfinderin des "kleinen Schwarzen", eine klare Absage. "Eine Frau", sagte sie dem Vernehmen nach einmal, "muss jederzeit in der Lage sein, laufend einen Bus zu erreichen." Das sehen andere Modedesigner ganz anders. Sie entwerfen weiterhin Extravagantes, Gewagtes und Skandalträchtiges. Hollywood-Mode-Ikonen, Töchter von Multimillionären und Königinnen, für Modemacher die interessanteste Kundenklientel, müssen bekanntermaßen nicht Bus fahren.