Damenmode: von Antike bis Moderne

Man darf annehmen, dass Frauen schon früh den Beginn der Zivilisation durch Modeinteressen definierten. Zunächst bedeckte man seine Blößen aus praktischen Gründen. Doch vermutlich sah immer irgendeine Frau hübscher angezogen aus als die anderen, weil sie gute Ideen hatte. Zuerst kamen die Felle, dann die Röcke. Sie blieben langjährig lang und entsprachen in nichts heutigen Rockmodellen. Auf Figur geschneiderte Damenkleidung kam erst mit dem Gewerbe der Schneider ab dem 11. Jahrhundert auf. Druckknöpfe oder Reißverschlüsse gab es noch später. Man wickelte die Fell- oder Stoffbahnen und nutzte Stricke oder Tücher als Gürtel. Kein Wunder, dass manche Frau optische Verbesserungen ersann.

Modediktate und wechselnde Moden für Damen schon in der Antike?

In der Mode der Antike achtete die Frau von Stand auf akkurat gelegte Faltenwürfe und trug Untergewänder mit weißer Toga. Griechen und Römerinnen galten als modische Vorbilder, zumindest für die Reichen. Die Armen unterschieden sich deutlich in Bezug auf Materialauswahl und Farbstellungen, die sie tragen durften. Bis ins Mittelalter blieb die Frauenkleidung unverändert. Weite Unterkleider und Tuniken mit Flügelärmeln dominierten die Mode. Mit der Gotik verbesserte sich das Ansehen der Frau. Sie durfte erstmals Figur zeigen. Den gesellschaftlichen Stand las man an der eleganten Kleidung ab.

 Größentabelle für Damen

Französische Modeeinflüsse waren im 14. Jahrhundert unverkennbar. Tiefe Dekolletees und aufwändige Kopfbedeckungen waren en vogue. Italien übernahm die modische Vorbildfunktion im 15. und 16 Jahrhundert, Spanien dominierte die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, auch modisch. Bereits hier verzeichnen wir Modediktate und wechselnde Moden, die oft mit gesellschaftlichem Wandel zusammenfielen. Damenmode ist nie unbeeinflusst vom Stand der Frau, von religiösen, finanziellen und gesellschaftlichen Umständen. Bei Hofe trug man andere Mode als im bürgerlichen Leben oder auf dem Feld. Auch damals gab es modische Vorreiterinnen, die bestimmte Stile zuerst übernahmen und Getuschel auslösten. Vom Reifrock des ausgehenden 16. Jahrhunderts zur modischen Freiheit unserer Tage mussten die Frauen allerlei über sich ergehen lassen. Vielfach wurde der Dresscode von der Kirche und dem sozialen Stand, oft auch von der Jungfräulichkeit oder dem Witwentum bestimmt.

kurzlebige Trends in der modernen Damenmode

Heute tragen Frauen, was ihnen gefällt. Dass man über Twiggys Magersucht-Mode einst schockiert war, ist längst Schnee von gestern. Im Gegensatz zu früher überleben moderne Moden keine Epoche mehr, sondern wechseln relativ schnell. Frau darf längst Hosen in fast jedem Berufsfeld tragen. In Politikerkreisen und Management-Etagen gelten sie dann sogar als erfolgsorientierter. Was die weltbekannten Modeschöpfer in den Modemetropolen entwerfen, beeinflusst ausschließlich die High Society. Der Rest der Damengesellschaft begnügt sich mit dem großen Kleiderfundus aus Boutiquen und Kaufhäusern. Massenfertigung und persönlicher Geschmack lassen sich durchaus vereinbaren. "Sex and the City" hatte weit mehr Einfluss auf die Kenntnis der angesagten Designer-Ikonen oder die Wahl von Modeaccessoires als andere Instanzen. Vom korsettlosen "Reformkleid" möchte die moderne Frau ebenso wenig wissen wie vom androgynen Stil der Zwanziger oder dem Polyesterkittel der Sechziger. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Damenmode einen Aufschwung, den nichts aufhalten konnte. Diors "New Look" wich einem bunten Kaleidoskop an modischen Möglichkeiten, die im Hippielook ihren Höhepunkt fanden. Wer heute ein bisschen Punk, ein bisschen Glamour und ein bisschen Hippielook in seine persönliche Modekollektion einbaut, liegt goldrichtig. Im Beruf gelten meistens konventionellere Dresscodes.

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