Outdoorkleidung - Entwicklungen und Trends

Outdoormode von Jacken, Hosen, Schuhen...

sailingDer Wunsch, Outdoorkleidung zu tragen, hat sich seit ihrem erstmaligen Auftreten unter dieser Bezeichnung gewandelt. Zunächst wurde funktionelle Outdoorbekleidung speziell für Trekkingsportler, Surfer, Bergwanderer und andere Frischluftfans entwickelt und mit Eigenschaften ausgestattet, die man in verschiedenen Sportarten zu schätzen weiß. Heutzutage ist Outdoormode zur Freizeitmode schlechthin mutiert. Landratten in München tragen Seglerschuhe, Bewegungsmuffel kleiden sich in Trekkingboots und Wasser abweisende Cargohosen, Studenten tragen wattierte Outdoorjacken, wenn sie per Fahrrad in den Hörsaal streben. Das bedeutet nicht in jedem Fall, dass die Träger solcher Mode sich tatsächlich auch mehr in der freien Natur bewegen. Manchmal gibt man sich nur das Image eines bewegten Menschen, weiß aber praktische Features wie Atmungsaktivität, verdeckte Kapuzen oder Regendichte durchaus zu schätzen. Generell sind moderate Bewegungsarten aber durch die richtigen Outfits und Tools beliebter geworden. Man fährt auch als Erwachsener einen Tretroller oder kauft sich im fortgeschrittenen Alter Rollerblades, Walkingstöcke, Yogahosen oder ein Beach Cruiser Bike. Die Wanderbewegung hat von jungen Menschen Zuwachs erhalten und der Wellness-Begriff hat auch einiges in Bewegung gebracht. Diese Tatsache hatte auch Einfluss auf die Outdoormode, die immer stadttauglicher wurde, ohne ihre technologischen Kernfunktionen aufzugeben.

Die Sortimente der Hersteller von Outdoorbekleidung

So ergibt sich, dass man eine ausgewiesene Skijacke auch zu anderen Sportarten tragen könnte. Das Gleiche gilt für viele Seglerbekleidungen mit Ausnahme sehr spezifischer Dinge wie Rettungswesten oder Thermoanzügen in Signalfarben. Man muss heute bei der Outdoormode in sehr spezifische Sortimente, die für eine bestimmte Sportart geeignet sind, und Sortimente allgemeiner Natur unterscheiden. Fast alle Hersteller von Outdoormode bedienen nach einem Start in speziellen Sparten - beispielsweise der Sparte Surferbekleidung - auch das allgemeine Sortiment, wenn sie als internationaler Sportmodekonzern Erfolg haben möchten. Man stellt also auch alltags- und stadttaugliche T-Shirts, Sweatshirts und anderes her, was die Surfer außerhalb des Strandes kleidet. Darüber hinaus gefällt solche Mode auch Otto Normalverbraucher, der nicht surft. Selbst alte Menschen tragen heute lieber einen wetterresistenten und leichten Ourdoor-Anorak als eine schwere Tweedjacke. Das allgemeine Sortiment erhöht den potentiellen Kundenkreis erheblich. Es bleiben die Hersteller, die bei ihren Leisten verbleiben und beispielsweise ausschließlich hochgradig spezialisierte Bikerbekleidung für verschiedenste Zwecke verkaufen. Einen guten Einblick über das Marktgeschehen erhält man beim Besuch einiger Onlineshops, die Sportmode anbieten.

Was für Outdoormode man trägt, hängt von den Funktionen ab, die man für seinen Nutzungszweck erwartet. Für einen Trekkinganhänger sind beispielsweise weit geschnittene Außentaschen wichtig, die man trotz angeschnalltem Rucksack öffnen kann. Im Alltag sind sie weniger wichtig. In der Regel kaufen die Kunden Outdoorbekleidung nach den Funktionen und achten dabei auch auf den Preis. Testurteile und Kundenbewertungen werden genauso rezipiert wie Preisvergleichsportale, denn hochfunktionelle Outdoorbekleidung hat ihren Preis. Man kauft lieber eine Markenjacke zum Skifahren im Sale oder Outlet statt zum Neupreis um 600 Euro. Wer seine Outdoormode bei einem Lebensmittel- Discounter erwirbt, muss mit Scheinfunktionen, abgespeckten Features und minderwertigen Membranen rechnen. Umweltaspekte werden immer wichtiger. Daher mag man umweltbewusste Hersteller, die recycelte Materialien einsetzen und/oder ihre Outdoorbekleidung weitgehend recycelbar gestalten. Dass man wegen der gewünschten Funktionen aber gewisse Kompromisse zu Lasten der Umwelt oder der erreichbaren Wettertauglichkeit eingehen muss, versteht auch der ahnungslose Laie.

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