Sportbekleidung, was trägt man bei welcher Sportart

Sportbekleidung wird heutzutage nicht mehr nur zum Sport getragen. Die Tatsache, dass große Sportartikler mittlerweile auch Sicherheitsschuhe fabrizieren, sagt alles: Als Transportfahrer, Bauarbeiter oder Schichtführer, in der Lebensmittel- oder Genussbranche und in zahllosen anderen Branchen werden Sportschuhe, Outdoor-Anoraks oder warme Skiunterwäsche getragen. Insbesondere bei Tätigkeiten, wo man verschiedenen Temperaturen ausgesetzt wird - beispielsweise im Kühlhaus oder auf dem Bau - ist Sport- und Outdoorbekleidung längst Alltag. Im Sortiment vieler Berufseinkleider findet sich neben der Standes- und Zunftbekleidung auch Sporttaugliches. So werden heutzutage auch Sneaker, die an Stoff-Basketballschuhe erinnern, mit Sicherheitskappen ausgerüstet. Junge Männer weigern sich, mit langweiligen Sicherheitsschuhen zum Arbeitsplatz zu fahren. Sie möchten auch dort modisch auftreten, ohne Sicherheitsvorschriften zu verletzen.

Sport, Outdoor, Freizeit - die Grenzen sind oft fließend

Man kann heutzutage kaum noch unterscheiden, wo Sportbekleidung und Outdoorbekleidung sich trennen, da die meisten Hersteller von Sportbekleidung beide Bereiche bedienen. Im modernen Leben begeben wir uns vom Bett an den Arbeitsplatz, von dort zum Betriebssport und anschließend am Wochenende zu Adventure- oder Funsportarten. Nach stundenlanger, einseitiger und harter Arbeit am Computer, am Fließband oder in einem Hochregallager benötigen wir einen Ausgleich. So mancher Sportmuffel begeisterte sich zuerst für die Bekleidung einer Sportart, bevor er sie tatsächlich versuchte. Mit dem richtigen Outfit fällt es leichter, zu joggen, Yoga oder Pilates zu beginnen oder sich bei der Altherren-Fußballmannschaft anzumelden. Die Running Tight trägt man selbstverständlich nicht im Büro, die Seglerjacke oder die Jogger-Softshell aber darf man getrost auch auf dem Fahrrad, beim Spazierengehen oder zur Universität anziehen. Die klare Abgrenzung zwischen Alltagsbekleidung und Sportbekleidung verwischt sich zunehmend. Bootsschuhe trägt man längst auch an Land, robuste Bergsteigerboots lassen sich auch gut beim Wanderausflug einsetzen. Man muss also zunehmend in allgemein taugliche und vielfach nutzbare Sportbekleidung und solche für spezielle Zwecke unterscheiden. Fußballschuhe wird man wegen der Stollen kaum je zu einem anderen Zweck tragen, Schlittschuh-Schuhe ebenso wenig. Gepolsterte Bikerhosen trägt man auch auf dem Freizeitrad und nicht nur als Radprofi bei der Tour de France. Der Schneefang an einer Skijacke kann in den meisten Fällen abgenommen werden. Sie kann somit auch anderen Zwecken dienen. Die Sportartikler machen sich die Tatsache zu Nutze, dass immer mehr Menschen die Eigenschaften und technischen Qualitäten von Sportbekleidung schätzen und diese auch im Alltag tragen möchten.

Jugendliche von heute treten am liebsten im Jogginganzug von Karl Kani zur Arbeit an. Zahlreiche Sportschuhe haben es zum Kult gebracht und werden als Streetwear getragen. Manche Sportmarken sind in bestimmten Subkulturen oder Musikstilen wie dem Hip Hop zum Markenzeichen geworden. Sportmode, Berufs- und Freizeitbekleidung gehen teilweise ineinander über. Die Innovationen liegen unter anderem in neuen Membranen und Verwendungszwecken bestimmter Materalien. Statt mehrerer saisonal passender Jacken kauft man heute Kombinierbares wie 3-in-1-Jacken oder Hardshell plus Softshell, die sich auch für Sportzwecke bestens eignen. Der technologische Standard der Sportbekleidung ist bei allen großen Herstellern in etwa gleich, obwohl die Qualität der patentgeschützten Entwicklungen sich unterscheiden kann. So hadern die umweltbewussten Sportartikel-Hersteller mit Recyclingproblemen oder Materialmängeln, wenn sie auf toxische chemische Ausrüstungen verzichten wollen. Zu den zukunftsweisenden Innovationen im Sportbereich werden also nicht-toxische Versiegelungen, variable Mehrfachnutzungen und voll recycelbare Materialien gehören.